Der Raub der Sabinerinnen

von Franz und Paul von Schönthan | bearbeitet von Rolf Heiermann

Plötzlich stehen alle als Schauspieler in römischen Kostümen im Alkoven des Gollwitzschen Wohnzimmer und erstechen sich im Zeitraffer, bis niemand mehr übrig ist. Eine ausgezeichnete Mitte zwischen Typisierung und Charakterisierung läßt den Personen ihre kleinbürgerliche Ängstlichkeit ebenso wie ihre Ausbruchsversuche. Franz Lehárs Operettenmusik führt geschickt zu choreographierten Einlagen.

Als Dr. Martin Gollwitz, Bürgermeister und Gymnasialprofessor in einer deutschen Kleinstadt, sein längst vergessenes Theaterstück "Der Raub der Sabinerinnen" wiederfindet, kann er es nicht glauben: Theaterdirektor Striese, der mit seiner Truppe soeben in der Stadt gastiert, hatte es zufällig in die Hände bekommen und ist so begeistert davon, dass er es aufführen möchte. Bereits in wenigen Tagen soll die Premiere sein. Unsicher ob der literarischen Qualität seiner "Jugendsünde" gestattet Gollwitz die Aufführung nur unter der Bedingung, dass die Identität des Autors anonym bleibt - zumal seine Gattin Friederike alles andere als eine passionierte Theaterliebhaberin ist. Ausgerechnet jetzt ist sie auch noch frühzeitig von ihrer Kur zurückgekehrt.
Zusammen mit Schwager Leopold und dem Dienstmädchen Rosa klügelt Gollwitz einen Plan aus, wie sie sich die Theateraufführung ansehen können, ohne dass Friederike und ihre Schwägerin Marianne etwas bemerken. Indes beschließen die beiden Frauen kurzfristig, sich ebenfalls die Premiere anzusehen, die zu allem Unglück 
ein totaler Reinfall und eine Riesenblamage zu werden droht...

Besetzung: 3D, 3H

Aufführungsgeschichte:

UA: Theater Schloß Maßbach, Freilicht, 15.06.2018, Regie: Rolf Heiermann

 

Fotos Sebastian Worch 
 

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